Mittwoch, 27. November 2013

Bastelparadies - Muss man immer basteln?

Jan und Bernice Zieba, Homeschool Blog
Homeschooling:
Den richtigen Moment abwarten.



Es gibt Tage, da habe ich überhaupt keine Lust um etwas Kreatives machen. Dann lastet es mir auf dem Gewissen. Ich sollte doch wieder einmal ein Kreuzstichbild ausführen, mit meiner Tochter stricken mit meinem Sohn Sachen aus Karton ausschneiden, und bemalen... Ich sollte doch dieses..., jenes... Warum sollte ich eigentlich? Kommt Zeit, kommt Rat!

Ich glaube, dass man sich auch hier nicht so sehr unter Druck setzen muss. Wie aus dem Nichts ergibt sich dann nämlich so eine Phase, in dem das eine oder andere Kind und ich plötzlich voller Motivation erfüllt sind. Lieber den Moment abwarten, in dem es für alle stimmt. Dann geht es wie von alleine und macht auch noch Freude.

Im Homeschooling gilt es eben immer wieder den Schlüsselmoment einfühlsam abzuwarten und dann aber bewusst aufzufangen. Dazu ist eine ständige Wachsamkeit von Seiten der Eltern erforderlich. Mit dieser Art Wachsamkeit verpasst man dann kaum eine Lern-Gelegenheit und kann das Kind auf optimale Weise fördern.

Das geschah vor wenigen Tagen: Meine Tochter streckt mir eine Strickaufgabe (ein Röhrenschal) entgegen, damit ich ihr helfe. Ihre jüngere Schwester wird daran erinnert, dass ich einmal für sie vor Monaten eine Strickarbeit (kleiner Geldbeutel) begonnen hatte, steckt mir diese in die Hände und beginnt ihr eignes kleines Strickprojekt (Pulswärmer).

Was davor wie eine unüberwindbare Hürde erschien, wird jetzt zur freudigen Beschäftigung. Im nächsten Moment sitzen wir alle drei strickend in der warmen Stube.

Ist es die kalte Jahreszeit? Ist die Strickzeit angebrochen? Oder ist es einfach eine Phase? Ich könnte von ähnlichen Fällen erzählen. Vor den Herbstferien waren mein Sohn und ich voll Begeisterung mit Papier-Mosaikbilder beschäftigt und in den letzten Tagen formen die Jüngeren Kinder immer wieder diverse Gestalten aus Brotteig.

Unter Basteln liste ich ab jetzt alle kreative Aktivitäten der letzten Monaten auf, an die ich mich gerne erinnere und die ich gerne weitergebe. Vorläufig gebe ich nur die Themen und eine Kurzbeschreibung an. Später werde ich alles verlinken und Bilder hinzufügen.



Mittwoch, 20. November 2013

Der Weg zum Schreiben, Teil 1: Briefkasten für Mama

Unsere persönliche Briefkästen. Briefe zirkulieren in der Familie.

Dank dem, dass meine Tochter mich kürzlich wiedermal darum gebeten hat, ihr doch einen Brief in ihrem Schlafzimmertür-Briefkasten zu hinterlassen (und ich ihr diesen Wunsch erfüllt habe), bin ich darauf gekommen, dass ich doch auch einen Briefkasten benötige!

Ich habe dann anschliessend nicht nur von Mirjana, sondern auch gleich vom sechsjährigen Sohn einen Briefkasten erhalten. Alwin hat gleich noch für die Zweitjüngste einen Briefkasten erstellt. Seinen Briefkasten hat übrigens die Zweitälteste für ihn vor einiger Zeit gestaltet (er hat ihn noch dekoriert).

Unsere Briefkästen sind nichts Kompliziertes. Einfach gefaltetes und beschriftetes Papier an die Türe geklebt. Aber der Effekt ist wertvoll.

Jetzt erhalte ich täglich Briefe - wie schön! Ich muss schauen, dass ich mit antworten nachkomme...

Was mich daran besonders freut: Meine Zehnjährige hat nun einen Weg zum schriftlichen Schreiben gefunden. Vor Kurzem hat sie zwar schon begonnen zu bloggen und online zu kommentieren. Doch jetzt haben wir endlich einen Weg gefunden, wie auch das schriftliche Schreiben mit Freude geübt werden kann!!

Und Alwin lernt ganz nebenbei seine ersten Sätze zu schreiben. 

Ich werde heute nichts mehr dazu bloggen. Ich muss jetzt wichtige Brief verfassen...:)

Samstag, 16. November 2013

Mittwoch, 13. November 2013

Sechs Kinder und worauf es ankommt

Homeschool Blog, Bernice Zieba
Freude in der Familie fördern. Worauf kommt es an?

Was ist wirklich wichtig?



Wir haben sechs Kinder. Die Altersstufen der Kinder reichen von Kleinkind bis Teenager.
Diese Vielfalt fordert mich täglich heraus und gibt mir aber auch viel zurück. Ich lerne viel von meinen Kindern.

Z.B. habe ich erkannt, dass jedes Kind seinem Alter und seiner Persönlichkeit entsprechend andere Bedürfnisse hat.

Mit dieser Liste möchte ich mich daran erinnern, was meine Kinder momentan in Wirklichkeit von mir brauchen. Sie brauchen keine Mama die in der Küche nie dreckiges Geschirr hinterlässt, Kleiderstappeln stets ohne Verzögerung ordentlich versorgt, wo alle Böden vor Sauberkeit glänzen oder welche am Computer unnötige Arbeiten verrichtet, aber dann für alle diese Sachen ihre ganze Energie und Zeit aufgebraucht hat.

Kinder haben mehr von Mama, wenn sie Äusserlichkeiten hinter sich lässt und sich den Wesentlichen Dingen zuwendet.

Nichts ist wichtiger als die Menschen, die mir anvertraut wurden. Anwesenheit ist alles. Nicht nur physisch, sondern mit voller Aufmerksamkeit. Diese Anwesenheit ist das, was zählt und viel dazu beiträgt, dass Familie ein gutes Erlebnis wird!

Was meine Kinder brauchen


Die Sechszehnjährige

Ihr zuhören, zuhören und nochmals zuhören. Ihre Probleme, Fragen und Interessen besprechen, ohne immer besserwisserische Ratschläge zu erteilen. Mit ihr über Gott und die Welt reden - manchmal stundenlang. Ihre Stärken loben.


Die Dreizehnjährige

Ihr zuhören, wenn sie von ihrem Alltag ausserhalb Zuhause erzählt. Was bewegt sie, wie ist dieses oder jenes gelaufen? Gemeinsam musizieren, gemeinsam lachen. Ihre Kreativität bewundern.


Die Zehnjährige

Zusammen lernen und ihr zuhören, wenn sie von ihren Entdeckungen und Ideen erzählt und Projekte vorstellt. Ihre Wissbegier fördern und daran teilnehmen. Zusammen einen Film geniessen.


Der Sechsjährige

Seine viele Fragen anhören und bestmöglichste Antworten geben. Zusammen Flöte spielen oder Mosaikbilder gestalten. Gemeinsam gemähchliche Spaziergänge und Velofahrten machen und die Natur rundherum wahrnehmen.


Die Dreijährige

Auf den Schoss nehmen und eine Geschichte oder Verse vorlesen. Oder auch eine selbsterfundene Gutenachtgeschichte erzählen. Sie beim Kochen und Backen mitmachen lassen. Einfach da sein mit ihr.


Die Einjährige

Auf den Arm nehmen, anlächeln und ihre erste Schritte bewundern, mit ihr die Welt neu entdecken. Dankbar sein für den Sonnenschein, den sie unserer Familie jeden Tag schenkt.



Donnerstag, 7. November 2013

BBC Article: German home-school families face US deportation

Weil Homeschooling in Deutschland illegal ist,
wandern Familien, wie die Romeikes in die USA aus.
Bild: BBC
Now BBC has brought an article about the German homeschooling issue


"The core issue is who is in charge of a child's education. Whether home schoolers are agnostic, Jews, or Christians they all believe in parental responsibility for the child's education and they don't think the state should be doing it."

Read the whole article on BBC: German home-school families face US deportation
There is also a video included.

Mittwoch, 6. November 2013

Homeschool Domination

Noch eine graphisch dargestellte Statistk über Homeschooling in den USA.

Here once more an infographic about homeschooling in the USA.

Provided by Collage at Home A site I find worth looking at, by the way!

Homeschool Domination
Created by: CollegeAtHome.com

Samstag, 2. November 2013

Allerheiligen versus Halloween oder Halloween mal anders

Halloween Pumpkin with Jesus, Kürbis mit Jesus
Halloween Pumpkin: Jesus-Abbild in Kürbis geschnitzt
Haben wir Halloween gefeiert? Nein. Oder doch?

Halloween ist am Vorabend von Allerheiligen und galt in Irland ursprünglich als dessen Vorbereitung. Halloween kommt vom Ausdruck All Hallows’ Eve - auf Deutsch  Allerheilgen-Vorabend.

Oft wird Halloween auch mit vorchristlichen Kulten in Verbindung gebracht.

Am 1. November feiert die katholische Kirche also das Fest Allerheiligen. An diesem Tag gedenkt die Kirche allen bekannten (und unbekannten) Heiligen.

Ich frage die Kinder, "Wollt ihr euch als Heilige verkleiden?"
"Ja! Ich als heilige Klara"
"Und ich als St. Martin!" "Ich möchte der Santa Claus, der heilige Nikolaus sein..."

So hat sich meine drittälteste Tochter als heilige Klara und mein Sohn als heiliger Martin verkleidet.
Die heilige Klara lebte zeitgleich mit dem berühmteren Heiligen Franziskus. Sie hat ebenfalls eine Kongregation gegründet, die auf freiwillige Armut basiert ist.

Der heilige Martin, oder auch als Sankt Martin bekannt, ist vorallem im November ein beliebter Heiliger. Den Gedenkttag hat er am 11. November. Er ist jener, der oftmals so dargestellt wird: Mit seinem Schwert teilt er seinen Mantel entzwei und gibt einem frierenden Bettler die eine Hälfte. Um diese Jahreszeit finden ja auch die St. Martinsumzüge statt.

Unser fast 6-jähriger Sohn mag es sich als Soldat (oder Ritter) zu verkleiden. Als St. Martin brauchte er dann nur noch ein rotes Tuch, das als den berühmten Mantel diente. Mit Helm und hölzernem Schwert ausgerüstet, sowie in einer leicht metallisch-glänzender langer Bluse (gehört eigentlich mir) sah er wirklich aus wie der tugendhafte St. Martin.

Die 10-jährige Tochter, die sich auch immer wieder gerne verkleidet, zog ihr langes, weisses Kleid (bestehend aus Bettlaken) an und dazu Schulter- und Bauchtücher. Um dem ganzen noch einen Glanz zu verleihen, formte sie aus silbrigem Chenilledraht einen Heiligenschein, den sie sich hinten an den Haaren fixierte so, dass es vorne aussah, als würde er über ihren Kopf schweben. Daher war auch sie unverkennbar eine Heilige.

Natürlich geht es in unserem Haushalt nicht immer heiligmässig zu und her - schön wär's. Das müssen wir noch üben...! :)

Während ich meinen Post durchlese und korrigiere, fällt mir ein, dass unsere drei-jährige und zweit-jüngste Tochter sich nicht verkleidet hatte. Sie wollte ja eigentlich den heiligen Nikolaus vertreten,  war dann aber irgendwie anderwärtig beschäftigt und ich auch, so ist das leider untergegangen. Dafür kommt in einem Monat ja der "richtige" Santa Claus.

Allerheiligen, also allen Heiligen zu gedenken und zu feiern finde ich eine sinnvollere Variante von Halloween. Statt das Böse mit all seinen Fratzen zu feiern, vertiefen wir unsere Kenntnisse über das Leben der Heiligen und erfahren von ihren Tugenden.

Nächstes Jahr könnte ich ja eine Allerheiligen-Party mit eingeladenen Kindern organisieren. Lauter verkleidete Heilige, das wäre doch was!

Ich möchte hier aber anfügen: ob sich Kinder als Heilige oder als Unwesen verkleiden ist letzendlich nicht das, was wirklich zählt. Wenn sich meine Kinder als Heilige verkleiden, macht es uns nicht heiliger oder besser. Es könnte uns höchstens eingebildeter machen. Wichtig ist die Liebe... Nur die Liebe ist das Ausschlaggebende und das wirklich immer Bessere. 

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